statlant-demo

Leseprobe:

Sie tauchen auf, die Orte in Hochfrequenz. Mit den Leuten, wie sie laufen, wie sie ihre Bahn erreichen wollen, lieber schneller als zu langsam. Trödeln sie auf dem Verbindungsweg von einer Haltestelle zur anderen, rollt der Zug davon und sie müssen zehn weitere Minuten warten. Am nächsten Umstieg passiert das wieder und in Summe fehlt Zeit, bei der man auf dem Steig meistens noch Strom verschwendet. Da sitzen oft Obdachlose an den Ecken, unter Brücken, wirklich herzlich eingerichtet auf zerquetschtem Staub. Doch schauen sie der anonymen Fußhektik der Menschen distanziert zu.
Wenn ich einer wäre? Die Passanten zögen an mir vorüber. Passieren mich. Heute noch schneller als damals schon. In den Schluchten der Stadt strömen sie wie Tropfen im Menschenfluss immer neu ineinander durcheinander. Die Nähe dieser zeitgierigen Menschenmenge ist seltsam bedrohlicher als eine volle Autobahn. Die steinernen Häuser dagegen bleiben einfach da. Wind und Wetter machen erst nach vielen Jahren Bauten der Menschen dem Boden gleich. Die Leute rennen ungeschminkt maskiert ihrem Ziel nach. Ich versteh’ schon, ja, Strom und Dynamik, ist so. Aber es ist alles unbekannt, mir ist alles so unbekannt. Passanten und Straßenzüge.