Fríland!

Gerade angekommen. Skágen Blast. rrrr Bassbassbass! Dänisches Softeis. rrrr Jetzt richten wir ein Hauskonzert her. Es wird sehr eng! Später mehr. Cheerio

Tourblog – Skagen!

Say it: Warme Grüße von der Couch. Nach einem windigen Tripp über die der Nase nach verlaufenden Straße „nach oben“, genieße ich gerade etwas Ruhe. Skagen ist genauso windig wie voriges Jahr, allerdings machte sich die Sonne seit gestern Abend breit.

Love it: Hier gibt es im Sommer eine ewige Blaue Stunde. Marinblau strahlt der Abendhimmel, selbst um ein Uhr nachts ist es nicht dunkel. Eingefrorene Zeit, so will das die Leinwand über mir klarmachen. Meinem Bass gefällt’s auch.

Dance it: Viele Dänen haben viel Spaß beim Tanzen. Gestern Nacht waren wir in der „Havnescenen“, einer großen Bühne am – na?- Hafen! 🙂 Dort lernten wir Maren kennen. Wir- Marcus, Andrew, Mark, Maik und Chris – flunkerten ein paar neue Namen aus der Tasche. Aus Andrew wurde Mick, aus Chris wurde Marlon. Marcus, Maik, Marc, Mick und Marlon unterhielten Maren. Sie wollte tanzen. Marcus kann ich höchstens einen Versuch attestieren, ich stellte mein Getränk herunter und übernahm. Maren zeigte ich eine Rumba zum rauchigen Slowrock einer Gastspielgruppe. nOstalgie oder was.
Hey?! Bass

neu

Noch ein paar Tage, dann gibt es eine neue EP. Mehr Schönklang für die Welt.

ausschnitt

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Großer Tag in Stunden

Helloi!

Donnerstag in Stunden:

6:30 Aufstehen
7:30 In Andrews Bus steigen
8:00 Soundcheck auf der großen Bühne in der Stadthalle Tamworth. Ziel: Den Golden Fiddle Award als Bassist begleiten. Die Oscarverleihung für die besten australischen Country-Bluegrass- Geigenspieler.
8:06 Holyshhh! – Ian Cooper – der wohl abartig beste Geiger Australiens und eine Weltnummer probt seine Stücke mit uns. Blattspiel – und los! Ein ‚Norwegian Danse‘ und ‚Dark Eyes‘, ein ungarisches Stück. Was für ein Tier. Gerade das ungarische Stück beginnt so langsam, dass ich zwischen den Taktschlägen einen Milchshake genießen könnte! Dann zieht Mr. Cooper die Nummer derart an, dass kein ICE-Express-ohne-Verspätungen-Zug mehr mitzocken kann. Böse genial schnell, Gypsiekrach! Gut so, mag ich.
8:30 Ich hänge herum, suche nach den kleinen geheimen Verstecken, die man hinter-unter-neben größeren Bühnen so findet. Wie im Theater, Gut so, mag ich.
9:00 go- eine grinsende Veranstaltung, die Australier genießen wüstentrockenen, sprachwitzigen Humor. Daumen hoch.
10:00 zweite Hälfte beginnt. Wir haben gerade Ian’s Set gespielt und die Halle tobte. Ging gut das Ding! Charlie, ein Fiddler, fragt: „Can I hire you?“ Kurz darauf probe ich mit ihm sein Stück. Für den letzten Teil wollte er ‚Sweet Georgia Brown‘ klarmachen. Ein Solo für mich? Oh ja! Als es soweit ist, waren meine Stichworte: Dunkel, Gypsie, kantig. Derart außerhalb der Harmonien schoss ich das Solo in die Halle, die das mit großem Applaus honorierte.
11:30 Mittag. Ein Café in einer Kirche? Ja, die ganze Kirche ist ein Café mit munterem Kitsch und leckerem Essen. Alles zu kaufen. Sehr hübsch eingerichtet und für die Pause nicht zu schlagen. Tatsächlich sprang neben dem Essen ein großer Erdbeer- Thickshake für mich heraus. (Thickshake = Milchshake nur mit meeehr Eis!)
13:30 Zurück im Pepper Tree Park, meiner Pferdefarm für diese Woche. Gemeinsam mit dem Basser Gage Stead probe ich ein Stück für den Abend.
15:30 Allein im Haus. Ich übe meinen Song ‚Stay‘ am Klavier.
17:00 zurück im Club.
18:00 los geht’s, Louise Adams ist sooo gut. Sie weiß nicht, was sie da auf der Gitarre spielt und gewinnt. Großes Kino
20:30 die erste Show ist um, ich spielte immer mal und genoss.
21:00 die zweite Show beginnt. Pianonight! Zwei Keyboards und eine original Hammond C3 – Orgel samt Leslie Speaker strahlen ihren Sound in die Menge. Oh diese Hammond. Für einen Rock- und JazzMusiker ist das schwere Ungetüm so etwas wie ein Goldfund in der Elster.
22:irgendwas Ich bin mit Gage auf die Bühne. Mein Stück ‚Raban‘ ist mit zwei Bässen gespielt. Das heißt: Allein kann ich das nicht. Gage und ich machen den größten Spaß daraus: Wir beide spielen es auf einem(!) Instrument. Er die Begleitung, ich die Melodie. Vier Hände auf meinem geliebten Spector 6-string. Ähm jaaaa! 🙂 Die Nummer kommt sehr gut an. Mein zweites Stück ist mein Song ‚Stay‘. Ich sitze am Piano und beginne die Geschichte des Songs über Vertrautheit zweier Personen über eine lange Zeit. Danach bin ich glücklich über so viele strahlende Gesichter. Und immer wieder lächelt mich der in Blau gesetzte Schriftzug ‚Hey?!‘ auf meinem Bass an. Immer nah.
23:00 Ich bin mit acht Leuten auf der Bühne. Feature: Kirk und Garry Steele, Brüder, beide am Piano. Es ist diese Mischung aus Verblüfftheit und Konzentration, die diesen Supper Club für mich ausmacht. Verblüfftsein von der Musikalität jedes einzelnen, Konzentration auf das Ungeplante. Hör gut zu, finde dich rein, mach mit! Gerade die Klavierstücke funktionieren nach dem Motto: Wir gehen auf die Bühne und starten. Garry und Kirk spielten Teile ihres Repertoires und ich hörte mich durch. Die Leute jubelten. Es war so gut.
0:00 Ende. Ich versuche den Tag sacken zu lassen, freue mich über die strahlenden Gesichter all jener, die mein Bassstück ‚Raban‘ und den Song ‚Stay‘ so gut fanden.
0:30 Aus dem Club raus und da ist sie wieder: Die australische Nacht. Der Sichelmond liegt über den Hügeln. Ich schaue nach oben und weiß, warum es das Wort ‚Sternenzelt‘ gibt. Und wieder der Sommerwind. Es sind 28°. Würde man Endorphine zählen, dann viel Spaß mit mir.
1:irgendwas Ich liege im Bett. Türen und Fenster stehen offen. Die Eichen im Pepper Tree Park rauschen. Mein Versuch, einzuschlafen.

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Wege

Am Montagabend spielte Talhara Conners mit Steve O’Hern ‚Ocean‘ von John Butler.

Vor zwei Wochen verlor sie ihren Vater. Still schaute sie in die Menge, dann begann sie.

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… 3 – 4 – Here we go!

Letzte Nacht war ein Monster in Tamworth.

Das Monster nennt sich ‚International Supper Club‘ Das Monster kann verdammt genial zocken! Gestern Nacht habe ich mit Teilen und als Teil dieses Monsters herumgemonstert! Es hat gestampft, gefaucht, mit Blitzen geschossen und vor allem: Töne in die Welt geworfen.

Gestern Nacht war Ukulele- und Mandolinenabend. Und es waren so viele ausgezeichnete Leute da, unglaublich, ich habe gestaunt wie lange nicht mehr. Etwa Andrew Small, ein Kontrabassist aus North Carolina, spielt Bluegrass so herrlich groovy. Oder ein Paddy Montgomery, Australiens junges Mandolinentalent. Rasend schnell, treffsicher und charmant. Ich bin gespannt, wie es heute Abend weitergeht.

Ziemlich abenteuerlich funktioniert der Supper Club. Andrew nennt es ‚A Fellowship Of Musicians‘. Im Verlauf der Woche spiele ich jeden Abend zwei Konzerte mit unterschiedlichen Features. Fellowship bedeutet dabei: Etwa 90 Musiker sind eingeladen, im Supper Club zu spielen. Sie kommen vorbei, überlegen sich kurz was und mit wem sie spielen und dann geht es auf die Bühne. Spontan, ungeprobt, voller Energie. Das Resultat ist immer einzigartig, da keiner weiß, was passieren wird. Da das Niveau aber hoch ist, wird klanglich immer etwas herumkommen.
So spielen etwa eine schwedische Nyckelharpa mit meinem 6 string Bass und einer Mandoline zusammen. Experiment, Erforschung, Flüge in den unbekannten Raum jenseits der bekannten Grenzen. Ich tauche ab im rauschenden Fluß der Töne. Gestern Nacht, kurz vor Feierabend, wollte Andrew unbedingt noch ‚Lonesome Woods‘ spielen. Ein Stück, was mit 5/8, 9/8 und 7/8 Takten um sich wirft. Zusammen mit Jess haben wir ein PercussionBassMandolinentrio über die Bühne gerollt. Das war groß.
Für zusätzliches Adrenalin sorgt der Livemitschnitt. Die ganze Woche wird aufgenommen. Und am Ende werden die allerbesten Stücke herausgefischt und auf CD gepresst.
Ist der Abend gegen Mitternacht beendet, laufe ich mit meinem Bass durch 30 Grad warmen Sommerwind. Auf den Hügeln rauschen die Bäume dem Mond entgegen und zusammen mit den Sternen genieße ich die Droge Supper Club. Nicht genug davon, bin ich gestern umgezogen. Ich wohne jetzt an einer Allee wunderschöner Eichenbäume. Dort im Pepper Tree Park liegt die Farm eines Tierarztes, der kranke Pferde gesundpflegt. Das Haus, die Koppeln, die Bäume überall. Ich fühle mich richtig wohl. Ich liege in einem Bett, das noch so viel Platz für eine weitere Person hat. Eine lange Einfahrt auf das Anwesen, Koniferen. Australische Eichen sorgen für Schatten im Sommerwind.
Jetzt sitze ich schon wieder im Club und warte auf eine Probe für ein Extrakonzert am Donnerstag. Was wird wohl heute Abend passieren? Meine Finger zappeln!

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Heißes Tamworth

Bitte was?! 38° Grad im Schatten. Um 16:00 Uhr. Ich bin in Tamworth und probe für die nächste Woche. Am Donnerstag beginnt hier in Tamworth das Country Music Festival. Schwerpunkt Country plus jede Menge anderes musikalisches Zeugs schwirren hier durch die Stadt. Ich habe das Programmheft gelesen, überflogen, was auch immer. Jeden Tag von 6 – 24 Uhr zocken hier Leute in der Stadt. In vielen Bars, Pubs, Clubs. 50000 Einwohner hat die Stadt und bald werden hier Festivalgäste eintrudeln und sie zum Überlaufen bringen.

Bis dahin proben wir und bereiten uns vor. Heute habe ich den ganzen Tag Bass gezockt. Das war so gut und anstrengend zugleich. 38° im Schatten sind für mich eine Neuheit. In der Sonne ist es ohne Hut und Brille nicht auszuhalten. Da bleibe ich lieber drinnen. Gast bin ich bei Brookie und Dan, zwei Mitglieder des Supper Clubs. Sie bewohnen ein hübsches Haus im Altbaustil im Norden Tamworths. Auf einem Hügel am Stadtrand. Hohe Decken, Holzdielen- Hey?! Berlin? Das Haus ist gut 90 Jahre alt und wahrscheinlich wegen der aufsteigenden Hitze sind die Decken hoch gesetzt. Da kann die heiße Luft keine Leute nerven. 😉 Wenn ich einen Blick aus dem Fenster werfe, sehe ich eine breitflächig gebaute Stadt mit überwiegend eingeschossigen Häusern. Ringsum halbdürre Graslandschaft mit Bäumen, die wie wahllos vom Himmel runtergeworfen in der Prärie stehen. Prärie? Winnetou kommt auch bald um die Ecke. Ja- hier fühlt sich alles wie im Wilden Westen an. Obwohl ich noch nicht weit im Inland Australiens bin, bildet die Stadt für mich einen Zufluchtsort. ‚Verlass‘ nicht die Tore, sonst bist du verloren‘ klingt es in meinen Ohren. Ringsum gibt es hier und da Dörfer aber sonst nur weites Grasland und Hügel. ‚Jemand „The Hills Have Eyes“ geschaut? Hat was davon hier. Die Dämmerung, das Aufgehen und Verschwinden der Sonne in den Hügeln, ist spektakulär. Da will ich gleich auf dem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt mit der Begleitung meiner Wahl herumsitzen und Ben & Jerrys löffeln, während der Sternhimmel dank fehlender Lichtverschmutzung tausende Blinklichter offenbahrt.

Wertvoll ist auch die Erfahrung, das australische Landleben abseits der Touristengebiete kennenzulernen. Hier ist kein Backpacker, keine Urlauber, kein Trubel (bis zum Festival jedenfalls). Eine Stadt, die vor sich hin lebt und zu der man von Sydney aus 5-6 Autostunden fahren muss. Klimatisierte Wohnungen, Supermärkte und Bars. Junge Straßenzüge, kaum mehrstöckige Häuser. In Australien hat man Platz, da baut man in die Fläche. Auch die Straßen sind derart breit gelegt, einige von ihnen messen mehr als die doppelte Breite als ihre Pendants in Deutschland. Weite T-Shirts, Shorts, Sonnenbrille und Flip-Flops flappen auf ihren Trägern durch die Straßen, legär, easy. Und das übliche ’no worries‘ nach dem täglich 50x zu hörenden ‚How’re you goin‘?‘

Kurz vor Tamworth war ich in Wyong im Cloud Studio. Studio Closing Down Party. Dort habe ich fantastisches erlebt. Die Geschichte dazu ist Teil eines in der Lausitzer Rundschau erscheinenden Artikels. Sobald der raus ist, gibt es hier einen extra Post dazu. Bis bald.

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Zeitungsartikel für die Lausitzer Rundschau

Erschienen Anfang Januar im Lokalteil der Lausitzer Rundschau:

Happy New Year!
Woodford- das größte australische Festival neigt sich seinem Ende und ich bin aus dem Häuschen! Zwischen baumbewachsenen Hügeln liegt das Tal, in dem seit einer Woche das Leben tobt. An jedem Baumstumpf spielen Musiker von der ganzen Welt atemberaubend gut. Ich habe kaum Zeit zum Verschnaufen, spiele fast den ganzen Tag. Neulich etwa: Ich wache 6:00 Uhr in drückender Hitze auf. Schnappe Sonnenbrille, -Hut und – Creme und hechte mit dem Bass zu einer Probe. Danach kurzes Frühstück, nächste Probe. 12:00 Uhr zeigt das Thermometer 40 Grad. Ich ächze. Kurz darauf stehen zwei Stunden Konzert an. Schwitzend gehe ich danach hinter die Bühne- Ach hey Gotye! Das ist doch ‚Somebody That I Used To Know‘. Mit einem Lächeln freue ich mich über die Begegnung und werde den weltbekannten Musiker noch ein paar Mal treffen. Ich erhole mich gegen 17:00 Uhr im Schatten etwas und spiele mit gerade zufällig getroffenen Musikern schönste improvisierte Stücke. Halb zehn bis um Mitternacht dann der nächste Auftritt. Da erscheint plötzlich ein indonesischer Musiker, der Elemente von Schlagzeug, einer E- Gitarre und einem Didgeridoo zu einem einzigen Instrument zusammengebaut hat. Aus Bambus. Da fällt der Mund auf und gleich springe ich gemeinsam mit ihm und weiteren Musikern auf die Bühne. Einzählen und los! Das klingt alles so hektisch? Ja, hier weiß ich nie, was hinter der nächsten Ecke tolles wartet!

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Hoi aus Byron Bay!

Liebe Freunde, Schüler, Bekannte, Verwandte
Hoi aus Byron Bay!
Ich habe jetzt das Woodford Festival hinter mir, Australiens größtes Festival überhaupt. Das war eine Woche bestes Leben. Nuuuuur Musik gespielt, Leute mit meinem 6-saitigen Bass fasziniert, geschwitzt, gejammt und gestaunt. Über die Vielfalt von dem, was Leute mit liebenden Herzen auf die Beine bringen. Es gab feinstes Essen, tolle Begegnungen und das Beste: Ich habe meine Grenzen auf dem Instrument verschoben. Durch das Spielen mit so genialen Musikern, so viel Feuer, so viel Energie und Kreativität habe ich ungekannte kreative Höhen auf meinem Bass erreicht. Fett!
Als ich angekommen bin, wurde ich vom Flughafen von meinem Freund Andrew direkt an ein australisches Weihnachtsessen gesetzt. Kein Schnee, dafür 35°, Plaste Weihnachtsbaum und draußen Barbecue. Dazu eine ordentliche Portion Vegemite und englischen Christmas Pudding. Ich kämpfte mit dem fehlenden Schlaf. Weiter, nächstes Essen. Jamm! So gut, zu viel um es aufzuschreiben.

Dann direkt zum Festival. Stellt euch zwei bewaldete Hügel vor, die ein grüngrüngrünes Tal beherbergen. Dort unten- wie im Märchen waren die großen Zelte, Bühnen und Ess- und Shop-Buden aufgebaut, dort fand das Festival statt. Wie ein Paradies. Auf einem der beiden Hügel stand in großen hölzernen Lettern: WOODFORDIA.
Und dann ging es so schnell: Workshops, Konzerte, Musiker an jeder Ecke, soooo gut! Ich habe gestaunt und mit allerlei Musikern mit allerlei Klimbimm von der ganzen Welt gezockt. Arabien, Indonesien, Indien, Südamerika. Und wie gut die waren!
Kaum Zeit zum Verschnaufen, war es schon vorbei. Mitsamt den vielen kleinen Details und zufälligen Begegnungen, von denen einige wohl auch einmalig waren. Manchmal traf ich Freunde von meinen Mitmusikern, mit denen unterhält man sich eine halbe Stunde und dann sind sie weg. Wenn die dann aus Tasmanien kommen, ist die Chance gering, sie irgendwie noch einmal zu treffen. Intensive Erfahrungen.
Die Konzerte waren ein Blast! Wer will kommt auf die Bühne, es spielt ein Duo oder 10 Leute gleichzeitig. Mit mir als festen Bassisten. Ankerpunktmaik. So schnell verging es.

Jetzt bin ich seit gestern Nacht in Byron Bay. Ein Badeparadies und Australiens östlichster Punkt was das Festland anbelangt. Eine so malerische Bucht, überwuchert von Reisenden, Backpackern und Urlaubern. Jetzt gibt es einen Deutschen davon mehr 😉 Ich kam 21:00 Uhr an, hatte gerade meine sim-Karte für das iPad klargemacht, noch kein Zimmerbett gebucht. Tja. Ausgestiegen, Regen, tropisch warm. Alle Hostels ausgebucht. Ich lief im Dunkel durch die Stadt und hoffte auf ein Bett irgendwo. Nach vier erfolglosen Anfragen dann endlich ein Hostel. Aber nur für eine Nacht. Heute Morgen wachte ich auf und habe das geregelt, jetzt bin ich erstmal bis Montag hier. Heute Nacht will ich im Ort Musiker finden, hier gibt es eine große Musikerszene.

Im Anhang noch ein Schnappschuss: Auf dem Woodfordfestival habe ich bei der großen Abschlussveranstaltung mitgemacht. In einem Amphitheater hat ein Orchester von Freiwilligen 🙂 und Profis an einer Aufführung mehr oder weniger mitimprovisiert. Da gab es ungefähr fertiges Material und vieles, was dem Zufall überlassen blieb. In Kombination mit einer wunderbaren Lichtgestaltung, Feuerwerk, Kostümen und vor den Augen von 14 000 Zuschauern (meine größte Crowd bisher 🙂 ) habe ich Fein Kontrabass gespielt. Als einziger Bassist. Aus der Anlage berstete der tief gestrichene Bass. Da die ganze Veranstaltung „Fireevent“ heißt -später bekomme ich noch eine DVD davon – passt der Look meines Basses dazu recht gut. 🙂 Aber Vorsicht: Das ist der Kontrabass, den ich dort bekommen habe, der 6-Saiter wird später gezeigt.

Feuer für den Kontrabass

Winke Winke aus Byron Bay / New South Wales // AUSTRALIA

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